Andau-SVW 1:0 (0:0)

Coach Meixner durfte in Andau wieder auf die Dienste von Kapitän Mössner vertrauen, musste aber Touati, Reiter und Kögl zwecks Urlaub vorgeben, Aleks Marin war erkrankt und Högerl kam direkt vom Flughafen auf die Ersatzbank, während Mitrovic den letzten Teil seiner Sperre verbüßte. Becirovic nahm so in der Innenverteidigung der Startaufstellung Platz, Kapitän Mössner übernahm seinen Part auf der 6, Vlahovic rückte in die Außenbahn rein.

Die ersten Minuten waren wir das aktivere Team, wirkten bissig, aber effektive Möglichkeiten blieben aus. Die beste Chance hatten die Gastgeber, die nach 20 Minuten das Leder aber übers Gehäuse jagten. Nach gespieltem ersten Drittel eine vielleicht entscheidende Situation, David Marin macht sich alleine auf den Weg Richtung Tor, umspielt den Torhüter und kommt zu Fall. Während unsere Farben lautstark Elfmeter fordern, geht der Unparteiische nicht weiter darauf ein. Auf der Gegenseite kommt es kurz vor dem Gang in die Kabine ebenfalls zu einer kniffligen Szene in unserem Strafraum, der der Unparteiische ebenso wenig Beachtung schenkt.

Coach Meixner liest die sogenannten Leviten zur Halbzeit, denn das Gezeigte entsprach nicht dem Erwarteten. Unser Team schien nun die  Vorgaben besser umzusetzen, ehe ein Missverständnis uns in Unterzahl versetzt. Becirovic will das Leder für Leeb im Kasten sichern, der eilt jedoch nicht entgegen, sondern zurück. Der Andauer überreißt die Situation, spritzt dazwischen und wird von Becirovic zu Fall gebracht. Obwohl Wirth wohl noch hätte eingreifen können, zeigt Schiri Kruisz ihm den roten Karton und spricht einen Freistoß aus, welcher von Leeb bravourös gemeistert wird.

Ein weiterer ruhender Ball nach einem schmeichelhaften Pfiff 17 Meter vor dem Gehäuse führt dann zur Entscheidung, als der Schütze wuchtig ins Torwarteck trifft. Als wäre nicht schon dies alles bereits Strafe genug, wird Kapitän Mössner weit in unserer Hälfte zu Fall gebracht und der Übeltäter fällt ihm dann noch zusätzlich auf die bereits lädierte Schulter. Diagnose Bänderriss und mehrere Wochen Pause für unseren Kapitän, aber nur der gelbe Karton für den Übeltäter.

Coach Meixner reagiert, bringt die Eigengewächse Högerl und Langer von der Bank, welche sogleich für frischen Wind sorgen. Mehr als ein ruhender Ball in die Hände des Torhüters von David Marin bringt es vorerst nicht ein. In der Schlussminute endet ein schöner Angriff bei Lukic an der Strafraumgrenze, der sehenswert seinen Gegenspieler aussteigen lässt, danach das Runde aber Zentimeter übers Eckige jagt.

Mit dem Schlusspfiff jubeln die Heimischen, während wir wieder mit versenktem Haupt niederknien. Zweimal war man ebenbürtig, zweimal musste man mit 0:1 die Segeln streichen. Heute war ein gebrauchter Tag und so sehr man sich auf das Wiedersehen mit den Andauern freute, die ein wahres Prachtstück von Kantine wie Kabine hier entstehen ließen, so sehr haderte man am Ende mit diesen 90 Minuten. Denn jede Entscheidung des Unparteiischen schien sich gegen uns gewandt zu haben. Dem Elfmeter für uns muss man natürlich auch dem nicht gegebenen Elfmeter für die Heimischen entgegenhalten. Die rote Karte für Becirovic ebenso eine knappe Entscheidung, da Wirth noch eingreifen hätte können. Dazu noch die schwere Verletzung unseres Kapitäns, die wiederum nur mit gelb bedacht wurde.

Am Ende ist man aber selbst für das Ergebnis verantwortlich, weil die Heimischen den Tick williger wirkten und wir es nicht verstanden, aus der optischen Überlegenheit auch effektive Möglichkeiten uns zu erarbeiten. Die besseren Chancen hatten am Ende des Tages die Gastgeber, deren Sieg sicherlich glücklich, jedoch auch nicht unverdient war. Während sie alles in die Waagschale warfen, hatte man bei unserem Team eigentlich das Gefühl, da würde noch mehr gehen, aber die Grenzen werden noch nicht ausgelotet.

Dies sollte aber rasch geschehen, denn mit Null Punkten nach 2 Runden steht man als nur mehr eines von zwei Teams da und befindet sich am Tabellenende. Dass unser Team Qualität hat ist zu sehen, noch aber fehlt es an Effizienz. Dies wird mit dem Ausfall von Kapitän Mössner nicht einfacher werden, aber jammern half noch keinem weiter. Darum muss die Mannschaft zusammenrücken und sich aus der Komfortzone bewegen, denn ab nun müssen Taten folgen und Punkte geholt werden. Der UFC Pama kein leichter Gast am Sonntag, aber wenn man in den ersten Runden etwas sah, leichte Gegner gibt es in dieser Liga nicht. Denn alle kämpfen und grätschen, alles ist nah beisammen. Oft entscheiden Kleinigkeiten und diese derzeit alle leider gegen uns …


U23 Andau – SVW 4:1 (2:1)

Für die U23 war es eine beschwerliche Auswärtsfahrt, durch diverse Ausfälle (Kögl, Touati, Reiter, Aleks Marin, Mitrovic, Grasser, Ehrenhofer, Crispino) war man wieder mal gezwungen auf die alte Garde zurückzugreifen. Insofern tat es gut, dass mit Rigbi und Scherbl zwei Talente aus der U16 da zu stießen. Vor allem auch dank dieser beiden lieferte man zu Beginn eine ordentliche Vorstellung ab und die Hausherren benötigten ein Missverständnis der Hintermannschaft um die Führung zu erringen, legten mit einem schönen Angriff sogar nach. Nach einer Ecke ließen sie es aber im eigenen Tor klingeln und so ging man mit 2:1 in die Pause.

Dort mussten die beiden Youngsters leider vorgegeben werden, da sie am nächsten Tag auch U16 spielten und man sie nicht einer zu hohen Belastung aussetzen wollte. Dies spürte man natürlich an allen Ecken und Enden, denn während die Jugend draußen blieb, hatten “die Alten” drinnen mit der Hitze und dem lauffreudigen Gegner zu kämpfen. Dennoch hielt man die Fahnen so weit es ging hoch und hatte vor allem mit Sorger im Kasten einen tollen Rückhalt.

Gegen zwei Angriffe war auch er machtlos, sodass man am Ende deutlich mit 4:1 unterlag. Dennoch bot man eine aufopfernde Leistung und vor allem der Auftritt der beiden Youngsters lässt uns für die Zukunft positiv nach vorne blicken …


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