Vermeidbare Niederlage bei Mattersburger Amas – 3:1 (1:0)

Frühe Führung durch Hakim Touati, Heimischen überlegen, aber ideenlos

Coach Kreuz drehte etwas an den Schrauben der Vorwoche, beorderte Koch für den gesperrten Rathfuss in die Innenverteidigung, Aulabauer auf die 6 und Wasserrab wie Marzinger auf die Flanken. Der SVW startete auch famos in die Partie und jubelte früh, als Aulabauer unwiderstehlich abgeht, die Flanke zur Mitte vom Torhüter zu kurz gefaustet wird und Hakim Touati abstaubt (0:1, A.Touati, 8.).

Mattersburg kommt danach auf, geht energisch zu Werke, hat eine Unzahl an Eckbällen, doch wirklich gefährlich ist es nicht, was die Amateure in Halbzeit eins zu Tage fördern. Wimpassing tauscht bereits nach einer halben Stunde, da Marzinger vom Bundesheer matt ist und für Aleksic Platz macht. An seine Stelle rückt Hakim Touati auf die Seite, der kurz vor dem Pausenpfiff die größte Möglichkeit einleitet, Aulabauer das Leder mustergültig serviert, er dieses aber nur rasiert, anstatt es mit der Innenseite einzuschieben.

Dau hält Führung fest, Aleksic vergibt die Entscheidung

So geht es mit einer knappen Führung in die Halbzeit, aus der die Heimischen besser starten, doch Dau hält uns mit zwei Glanzparaden im Spiel. Auf der Gegenseite hätte Aleksic entgegen dem Spielverlauf wohl alles klar machen können, als eine Touati Hereingabe abgefälscht auf seiner Brust landet, er aber solange zögert, bis der Verteidiger im den Ball vom Fuß spitzeln kann.

Mattersburg bringt frische Kräfte und dreht Partie innerhalb von 10 Minuten

Nach 65 Minuten die wohl entscheidende Szene, für den matten Pink bringen die Amateure den quirligen Pawlowski, der für sie innerhalb kürzester Zeit zum Matchwinner avanciert. Nur 2 Minuten nach seiner Hereinnahme ist er in der Mitte zur Stelle, da Wimpassing seine linke Flanke nicht zu verteidigen weiß (1:1, Pawlowski, 67.). Vier Minuten später das gleiche Spiel, abermals Hereingabe von rechts und mittig staubt nun Sari ab zur Führung der Gastgeber (2:1, Sari, 71.).

Eine Viertelstunde vor dem Ende die endgültige Entscheidung. Koch kann den Ansturm von Pawlowski nur mittels Foul stoppen, zudem noch im Strafraum, wodurch ein Elfmeter fällig wird. Dau ist dran, dennoch dreht Lovric jubelnd ab (3:1, Lovric, Elfmeter, 76.).

Damit war die Gegenwehr gebrochen, Einzelne wollten noch den Ausgleich suchen, andere ergaben sich ihrem Schicksal. Anscheinend waren die Akkus mancher leer, denn sie vermochten nicht mehr zuzusetzen.

Sieg der Amateure verdient, dennoch war mehr drin an diesem sonnigen Vormittag

Natürlich war der Sieg der Amateure am Ende wohl verdient, da sie über 90 Minuten viel ins Spiel investierten und manche unserer Spieler mit dem offensiven Pressing überfordert schienen. Schade, dass man zweimal die Seite nicht zu verteidigen vermochte und man in der Mitte den Torschützen jeweils aus den Augen verlor. Schade ebenso, dass Aleksic zulange zögerte und den “Hunderter” nicht machte. Denn mit einem 2:0 wäre die Sache wohl erledigt gewesen.

Gegen ein Team wie Mattersburg darf man aber nicht im Konjunktiv leben, sondern muss vorne seine Chancen verwerten und hinten sich möglichst wenige Fehler leisten. Leider traf beides an diesem Tag nicht zu, wodurch man die miserable Auswärtsserie prolongierte und weiterhin keinen Punkt in der Ferne sich erarbeiten konnte. So kann man nur auf die Heimstärke vertrauen, um bis im Winter nicht ganz im Abstiegssumpf zu versinken.

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