SVW-Leithaprodersdorf 1:2 (0:1)

Man freute sich im Vorfeld sehr auf dieses Leithaderby, welches wohl nun wieder eine Weile auf sich warten lassen wird, da die Gäste sich mit diesem Erfolg ein weiteres Jahr Landesliga gesichert haben und wir nun wohl nur mehr rechnerisch auf den Verbleib in der Liga hoffen dürfen. Es hätte nicht so weit kommen müssen, doch der Reihe nach. Im Vorfeld mobilisierten unsere Nachbarn bereits zahlreich ihre Fans und man kann ihnen zu deren Unterstützung nur gratulieren. Sie kamen zu Fuß, sie kamen in Gruppen, sie kamen mit dem Auto, sie kamen in Scharen und machten die Naturtribüne zu ihrer Festung. Sie sorgten auch über die gesamte Spielzeit für eine tolle, friedliche Stimmung und machten dadurch dieses Derby zu einem Fest.

Nur die Akteure wollten vorerst nicht mitspielen, zerfahren wirkte das Gezeigte und vor allem die neu formierte SVW-Truppe tat sich schwer ins Spiel zu finden. Trainer Sekulovic baute wieder einmal kräftig um, beorderte Ilic und Samir Touati in die Innenverteidigung, ließ Oletu links außen werken und beorderte den jungen Stein auf die Sechs. Dafür rückte Kapitän Mössner wieder an die vorderste Front. Die Leitharaner wirkten irgendwie aggressiver, spritziger, zielgerichteter, aber auch ihnen merkte man an, dass die lange sieglose Serie Spuren in der Psyche hinterlassen hat.

Als man das Gefühl hatte, dass unsere Mannen sich gefangen und die Angriffswelle der Gäste erfolgreich überstanden hatten, kassierte man erneut einen Elfmeter der Marke zumindest fragwürdig. Ilic bringt seinen Gegenüber zu Fall, nachdem er den Ball gespielt hat und Schiri Laschober deutet sofort auf den Punkt. Mozelt legt sich das Leder zurecht und knallt es unhaltbar in die Maschen. Jetzt ist auch der SVW endgültig aufgewacht und übernimmt das Kommando, das Tor aber will nicht gelingen. Nach einem Pass in die Tiefe knallt Mitrovic das Runde an die Querlatte, von dort wird es von Mössner behauptet, doch auch sein Abschluss wird von einem Gästespieler auf der Linie abgewehrt, wodurch man mit diesem Rückstand zur Pausenbesprechung schreitet.

Man merkt, die Mannschaft hat sich viel vorgenommen und versucht weiter den Ausgleich zu erzielen. Der Gegentreffer fällt aber auf der anderen Seite wie aus dem Nichts. Gludovacz wird auf die Reise geschickt und verstolpert anscheinend das Leder. Es wirkt auf jeden Fall so für alle Beteiligten, denn langsam rollt der Ball an Torhüter Schreiber vorbei, der sich aber arg verschätzt, denn das Leder gleitet nicht elegant ins Torout, sondern neben der Stange ins Tor zur zwei Tore Führung der Gäste.

Coach Sekulovic reagiert, bringt A. Touati ins Spiel und dieser Wechsel sollte unseren Farben gut tun. Er rührt mächtig um und sorgt für die ein oder andere gefährliche Szene. Für den Anschlusstreffer sorgt jedoch unser Kapitän, der nach einer Ecke am höchsten steigt und elegant einköpft. Noch wären mehr als 20 Minuten zu spielen, beide Mannschaften kommen nun zu ihren Möglichkeiten, doch nur wenige Male muss der letzte Mann eingreifen, da der Abschluss zu ungenau ist, der Aufbau zu oft der Marke Zufall geschuldet. Einmal haben wir zwischenzeitlich gejubelt, als Mitrovic alleine am Torwart zugeht und sicher vollendet, aber die Fahne ist oben und allen Beteuerungen zum Trotz wird der Treffer nicht gegeben.

Am Ende bringen die Gäste das Ergebnis über die Zeit und werden dafür zu Recht von deren treuen Fans gefeiert. Ein Remis wäre wohl gerechter gewesen und hätte dem Gezeigten entsprochen. Aber Gerechtigkeit im Fußball zu erwarten ist wie an den Osterhasen zu glauben. So steht man am Ende mit leeren Händen da und muss neidlos anerkennen, dass unsere Gäste sich in vielen Bereichen von uns abgesetzt haben und dafür auch verdienterweise mit einem weiteren Jahr Landesliga belohnt werden.

Wir müssen uns wohl nun bald mit einem anderen Szenario befassen und am Ende werden wir die Punkte suchen, die wir auf der Strecke liegengelassen haben. Heute war einer davon und man muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass wir wieder die Anfangsphase verschlafen hatten und unsere Möglichkeiten nicht zu nutzen wussten. Es war auf jeden Fall ein Fußballfest und auch wenn das Gezeigte nicht immer hochtrabend war, die Spannung und die Emotionen waren gegebene. Danke nochmals an alle Besucher für einen tollen Fußballnachmittag und schade, dass wir auf eine Wiederholung wohl ein wenig wieder warten müssen …

Please enter Google Username or ID to start!
Example: clip360net or 116819034451508671546
Title
Caption
File name
Size
Alignment
Link to
  Open new windows
  Rel nofollow