SVW-Gattendorf 0:3 (0:1)

Gegen Gattendorf stand unser Team mit dem Rücken zur Wand, denn zuhause mussten Punkte her, wollte man nicht frühzeitig den Anschluss auf die Nicht-Abstiegsplätze verlieren. Darum war Neo-Coach Rotpuller froh, wieder auf Kapitän Mössner zurückgreifen zu können. Dafür musste aber Torwart Leeb verletzt passen und auch Eigenbauspieler Touati war aufgrund einer Verletzung nicht mit von der Partie.

Diese begann für die Heimischen gut, denn man legte einen couragierten Auftritt hin und nach 10 Minuten hatte man den Torschrei auf den Lippen, das Geschoss von Prekop landet jedoch an der Innenstange und springt hinter dem Torhüter wieder zurück ins Feld. Die Gäste brauchen gut 20 Minuten bis sie besser in Tritt kamen und sorgten dabei gleich für deren Führung. Becirovic bekommt den Pass ohne Not als Schnittball serviert, verliert diesen, Gattendorf scheitert im ersten Versuch am Torhüter, im zweiten blockt Mössner das Leder, doch sie dürfen noch ein drittes Mal ran und lassen sich dies nicht nehmen.

Ein Wahnsinn, dieser unerzwungene Fehler im Spielaufbau, schlimmer noch, dass in unserer Situation keiner nachgeht, sondern alle zusehen und Glück wünschen, dass die verbliebenen Defensiven das Ding schon richten werden. Durch den Rückstand wirkt unser Team wieder gehemmt und wir brauchen schon eine Standardsituation um wieder für Gefahr zu sorgen. Ilic wird an erster Stange angespielt, dieser setzt zum Kopfball an und aus kürzester Distanz verzieht er knapp.

Der Pausentee birgt anscheinend wieder schläfrige Zutaten, denn erneut ist der Gegner das aktivere Team. Zuerst scheitert er aus 20 Metern nur knapp, ehe ein Gattendorfer an der Outlinie zwei Gegenspieler düpiert, in den Strafraum dringt und von Wirth zu Fall gebracht wird. Der fällige Elfmeter wird sicher verwandelt und erneut fangen wir uns einen schnellen Gegentreffer nach Seitenwechsel ein.

Wer dachte, unsere Mannschaft wird sich nun sprichwörtlich den A***** aufreißen, um noch den Punkt zu ergattern, irrte. Denn System war fortan keines mehr zu erkennen, vereinzelt wurde versucht einen Vorstoß zu wagen, dadurch war man aber immer wieder im Konter anfällig. Man hatte zwar mehr Spielanteile, außer ein Lukic-Freistoß der nur mit Mühe gebändigt werden konnte und dessen Nachschuss kläglich vergeben wurde, war nicht drinnen.

Stattdessen bekamen wir als Draufgabe noch den dritten Treffer serviert, als ein Gattendorfer einfach mal aus 25 Metern abzieht und ins Glück trifft. Hatte man noch engagiert begonnen, war man mit dem vermeidbaren Gegentreffer wieder in alte Muster gefangen. Augenscheinlich auch, dass nach dem Wiederanpfiff bei manchen noch die Konzentration fehlt, denn erneut fängt man sich kurz nach Seitenwechsel einen Treffer ein. Man wirkte danach zwar bemüht, aber es war kein System mehr zu erkennen und die Angriffe eigentlich dem Zufall geschuldet. Gattendorf brauchte nicht viel, um uns vom Tor fernzuhalten und traf selbst aus weiter Ferne, dies uns zu Anfang verwehrt blieb. Vielleicht wäre dieses Spiel dann ganz anders verlaufen, aber in der Möglichkeitsform wären wir bereits unter den ersten 5 der Tabelle, in Wirklichkeit sind wir am Tabellenende einzementiert.

Weil wir vermeidbare Fehler begehen und weil beim Gegner augenscheinlich der andere mehr für seinen Teampartner rennt. Während wir dem Gegner die Treffer am Silbertablett servieren, benötigen wir selbst eine Vielzahl an Möglichkeiten um zu jubeln. Meist agieren wir aus dem Spiel heraus zu kompliziert und werden eher durch Standards gefährlich. In dieser Form präsentiert man sich leider als Fixabsteiger, dass einzig positive war, dass mit Mössner eine Galionsfigur zurückkehrte und man mit Sorger einen exzellenten Ersatz im Tor hatte.

Nun muss aber schon fast ein Wunder her, denn die Mannschaft wirkt angeschlagen und in dieser Verfassung wird zumindest beim SK Pama wenig zu holen sein. Man muss sich aber langsam fangen und versuchen, wenigstens noch irgendwie Punkte zu sammeln, damit man nicht bereits im Winter wieder die Planungen für den nächsten Abstieg beginnen kann. Ich hoffe, dass sich die Spieler langsam bewusst werden, welche Chance wir hier Woche für Woche vergeben. Man kann es nach so vielen Runden nicht mehr am fehlenden Spielglück fest machen, sondern sollte schön langsam erkennen, dass manche nicht bei 100% im Spiel ankommen, dies aber notwendig ist, um irgendwie Punkte einzufahren. Wir sterben in Schönheit und dies Woche für Woche …


U23 SVW – Gattendorf 2:2 (2:2)

In der U23 kam es zum Spitzenspiel, schließlich residierte mit Gattendorf der Tabellenführer in Wimpassing, der bis dato all seine 7 Begegnungen für sich entscheiden konnte. Man zeigte aber früh wenig Respekt und kam durch Wintersperger, wie einem Traumtor von David Marin, der den Torhüter aus weiter Ferne überhob, zu einer schnelle Führung. Erst jetzt erwachten die Gäste und hatten ihrerseits gute Einschussmöglichkeiten. Auf der Gegenseite hätte Iacob vielleicht die Partie zu unseren Gunsten entscheiden können, er scheitert aber zweimal alleine vor dem Torhüter, wie auch Pichler, der aus kurzer Distanz statt dem verwaisten Tor die Stange anvisiert.

So kam es wie es kommen musste und Gattendorf nützte zwei Stellungsfehler der Defensive zum Ausgleich. Im zweiten Spielabschnitt konnte man nicht mehr das Niveau der ersten Halbzeit halten. Beide Teams kamen zu Halbchancen, der SVW war durch Aleks Marin dem dritten Treffer einen Schritt näher, am Ende hieß es aber 2:2 in einem guten Spiel auf hohem Niveau!

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