Parndorf II-SVW 4:0 (3:0)

Der SVW musste die Ausfälle der erkrankten Politschnig wie S. Touati verkraften, zudem hielt die Verletzungsmisere bei Mihaljica, Kovacs und Ö. Bas weiterhin an. Dafür rückte Mitrovic wieder in die Startelf vor und musste Langer erstmals auf der hinteren Außenbahn auflaufen. Man nahm sich viel vor, doch nach wenigen Minuten war der ganze Plan ad acta gelegt. Nach 4 Minuten ein weiter Ball in die Tiefe. Strohmayer-Dangl kommt in den Zweikampf mit seinen Gegenspieler, der leicht zu Boden fällt und der uns heute weniger gut gesinnte Unparteiische zeigt sofort auf den Punkt. Schneider tritt an und trifft souverän. Den schnellen Rückstand hatten wir noch nicht einmal verdaut, plötzlich kommen die Heimischen über rechts, eine scharfe Hereingabe in der Mitte findet perfekt den Abnehmer und Kizlin dreht jubelnd ab.

Damit war nach 10 Minuten bereits eine kleine Vorentscheidung herbeigeführt, auch weil in Folge der Unparteiische viele Kleinigkeiten gegen uns gab und wir nicht wirklich ins Spiel fanden. Oletu hatte nach eine Ecke die große Möglichkeit uns ran zu bringen, sein Schuss vom Elferpunkt streicht aber über die Latte.

Noch lebte die Hoffnung, dass der Pausentee uns vielleicht den Umschwung bringt, als kurz vor dem Gang in die Kabine das Schicksal endgültig seinen Lauf findet. Analog wie beim ersten Gegentreffer haben die Parndorfer in der Mitte zu viel Platz zu agieren, ein tiefer Pass bringt Strohmayer-Dangl erneut in die prekäre Situation als letzter Mann den Zweikampf zu suchen, erneut fällt sein Gegenspieler und dieses Mal hat der Unparteiische den roten Karton sofort aus der Hosentasche empor gezogen.

Während der Unglücksrabe betroffen vom Rasen schlendert, legt sich Schneider den Ball für den Freistoss zurecht und trifft, man kann sagen perfekt, aus 18 Metern ins Glück.

Mit einem Mann weniger und drei Toren Rückstand war die Sachlage zur Halbzeit klar. Das Trainerteam scheint aber die richtigen Worte gefunden zu haben, denn unsere Mannen kamen energisch aus der Kabine und hatten im zweiten Spielabschnitt ihre Möglichkeiten, konnten aber keine davon nutzen, weil heute die Laufwege nicht stimmten oder man zu eigensinnig agierte und den freien Mann nicht sehen wollte.

Wie man es besser macht zeigten erneut die Heimischen, die nach einer Ecke per Kopf zum Endstand treffen. Die Schlussminute war sinnbildlich für die derzeitige Lage des SVW, zweimal klatscht das Leder an die Querlatte, ehe der gut postierte Schlussmann es über diese dann drehen kann und man erneut ohne Torerfolg bleibt.

Es war nicht alles schlecht, was heute dargeboten wurde, aber die mit RLO-Kickern verstärkte Heimmannschaft wirkte heute zu abgebrüht, als dass wir etwas mitnehmen hätten können. Vor allem, da der Spielverlauf denkbar ungünstig verlief. Nach 4 Minuten Elfmeter gegen uns, nach 10 der zweite Treffer. Kurz vor der Pause, als wir etwas ins Spiel gefunden hatten, rote Karte wegen Torraub plus direkt verwandelter Freistoss. Eigentlich muss man der Mannschaft Lob aussprechen, dass sie in Unterzahl die Köpfe nicht hängen ließ und selbst Chancen vorfand, wobei man aber erneut keine zu nutzen wusste.

Hatten wir gegen Draßburg und Kohfidisch das Glück auf unserer Seite, schlägt das Pendel die letzten beiden Begegnungen wieder ins Gegenteil aus. Natürlich sind Rückschläge einprogrammiert und man kann von den Jungen nicht jede Woche fehlerlose Partien erwarten. Die Mannschaft präsentiert sich keinesfalls als würde sie sich mit dem Abstieg abgefunden haben, aber ihr fehlt in gewissen Spielsituationen die Routine, um diese positiver zu meistern.

Natürlich sieht es nun sehr ungünstig aus, aber wie bereits in der Vorwoche erwähnt, man sollte nur noch von Runde zu Runde denken und schauen, was man mitnehmen kann. Diese Woche im Derby gegen unsere Nachbarn aus Leithaprodersdorf ist sowieso ein besonderes Spiel, wo man sich vor allem für die herbe Niederlage im Herbst revanchieren will. Dass unsere Nachbarn eine tolle Saison abliefern und höchst motiviert bei uns einlaufen werden, ist ebenso klar. Dennoch ist dieses Spiel wahnsinnig wichtig, auch für unsere Fans, dass man sich hier mehr als ordentlich präsentiert und ein achtbares Ergebnis abliefert. Darum sollten nun alle Köpfe wieder nach vorne gerichtet werden und das Spiel gegen Parndorf zwar hart analysiert, danach aber abgehakt und alle Kräfte für die kommenden Aufgaben mobilisiert werden …

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