Apetlon-SVW 2:3 (0:1)

Unter der Woche gaben der SVW und Ex-Coach Meixner die Trennung bekannt, man wollte vor dem wichtigen Spiel beim SC Apelton neue Akzente setzen, da die Punkteausbeute bisher nicht der Qualität der Mannschaft entsprach. Dass diese in ihr steckt, zeigte sie zum wiederholten Male, auch wenn heute das Glück zurückgekehrt ist, aber der Reihe nach. Neo-Coach Rotpuller vertraute der Einschätzung seines Co-Trainers Proyer und gemeinsam nahmen sie nur wenige Veränderungen vor, vor allem auch, da Kapitän Mössner noch immer verletzt fehlte, wie auch Ersatz-Kapitän Touati, der das Abschlusstraining abbrechen musste, als auch Youngster Wirth, der noch immer an der Verletzung vom Pamhagen Spiel laborierte.

So rückte Prekop in die Innvenverteidigung ein und Eigengewächs Reiter auf die 6. Die Umstellung schien sich bezahlt zu machen, denn nach wenigen gespielten Minuten köpfte Reiter zur scheinbaren Führung ein, doch Schiri Cvrljak will ein Foulspiel gesehen haben und dies sollte nicht die einzige Entscheidung gegen uns bleiben. Der SVW bleibt weiterhin tonangebend, Mitrovic, durch die Kapitänsbinde scheinbar extra motiviert, kann sich das Leder vom Torwart erkämpfen, spielt zur Mitte, wo Vlahovic im Zweikampf das verwaiste Tor verfehlt.

Nach 26 Minuten ist es soweit, die Überlegenheit wird in Tore umgemünzt. Krkoska wird in der Mitte freigespielt und aus 18 Metern visiert er punktgenau das Eck zur Führung an. Nach dem etwas Ruhe ins Spiel einkehrte, wird es kurz vor dem Seitenwechsel nochmals hektisch. Zuerst kommt der SVW im Konter zu einer Überzahl. Lukic bedient Mitrovic, der aus spitzem Winkel verzieht.  Danach steigt Krkoska etwas Rüde seinem Gegenspieler in die Beine, der Rächer der Hausherren namens Thaler ist zur Stelle und befördert Krkoska zu Boden und der Unparteiische entscheidet salomonisch beide Male auf gelb. Kann man so lösen, nur Ilic hatte für die gleiche Tat in Tadten den Weg frühzeitig in die Kabine antreten müssen.

In diese begeben sich beide Parteien mit dem Stand von 0:1 und dies war erfreulich aus Wimpassinger Sicht. Die Freude währte nicht lange, denn die Hausherren scheinen bei Pausentee eine Standpauke bekommen zu haben. Mit viel Elan kommen sie aus der Kabine. Sie sind nun das spielbestimmende Team und probieren den Ausgleich zu erzwingen. Dabei will ihnen der Unparteiische scheinbar helfen, denn mit seinem Elferpfiff sorgt er für erstaunen in den Reihen. Der Apetloner Akteur bewegt sich im Strafraum Richtung Eckfahne, wird von Krkoska verfolgt, ersterer kommt zu Fall und der Pfiff ertönt. Schmeichelhaft trifft die Entscheidung wohl am Besten.

Der Apetloner tritt an, Leeb ist im richtigen Eck und pariert souverän. Der SVW kann sich in dieser Phase nur schwer der Umklammerung der Heimischen entreißen, doch unsere Elf zeigt heute kämpferisch eine tadellose Leistung. Sie rutschen und grätschen um jeden Ball und die Gastgeber scheinen daran zu verzweifeln, ehe der nächste Elfmeterpfiff erneut für große Augen in unseren Reihen sorgt. Eine Hereingabe wird von Reiter geklärt, die Hand war angelegt, dennoch zeigte der Unparteiische erneut auf den Punkt.

Die zweite Chance lassen sie sich nicht entgehen und treffen souverän vom Punkt. Nun denken wohl viele, den Punkt über die Zeit zu retten, wird eine Herkulesaufgabe. Doch es sollte anders kommen. Lukic legt sich einen ruhenden Ball 25 Meter vor dem Tor zurecht und hatte man den Treffer gegen Pamhagen noch Glück und dem Torwart zugerechnet, zeigte er heute, dass dies mit Glück wenig zu tun hat. Denn analog trifft er ins Torwarteck und dreht jubelnd ab.

Apetlon hat sich von dem Schock noch nicht erholt, wird Lukic scheinbar zu weit auf die Reise geschickt. Auf der Toroutlinie kann er das Leder sichern, düpiert seinen Gegenspieler mit einem Haken Richtung Gehäuse, zieht nach innen und schließt wuchtig ab. Die Hausherren werfen nun nochmals alles nach vorne, unser Kasten scheint aus dem Spiel heraus aber wie vernagelt. Darum muss erneut ein Elfmeter für den Schlusspunkt herhalten und wenn einer der drei Strafstöße zu geben gewesen wäre, dann der letzte. Leider wird in der Entstehung auch ein Foul von Becirovic geahndet, der zum zweiten Mal gelb sieht und vom Felde verwiesen wird.

Der Strafstoß wird in der Nachspielzeit ausgeführt, mühelos verwandelt, aber es ändert nichts mehr am Spielausgang, denn angestoßen wird nicht mehr, der Schlusspfiff ertönt sogleich. Damit hat der SVW die ersten Punkte der Saison eingefahren und man kann sagen, dass Glück ist zurückgekehrt. Hatte man bei den knappen Spielausgängen gegen uns immer gehadert, darf man sich heute nicht beklagen. Denn hatte man im ersten Spielabschnitt alles im Griff und war die Führung verdient, schwanden danach immer mehr die Kräfte und Apetlon schnürte uns förmlich ein. Heute kämpfte aber jeder für den anderen und man blockte alle Versuche auf unser Gehäuse. Aus dem Spiel heraus wollte den Hausherren nicht allzu viel gelingen, doch mit der Unterstützung des Unparteiischen wurde es doch recht spannend. Denn von den drei Elfmetern waren die ersten beiden doch recht fragwürdig, der dritte unumstritten. Dass es dennoch zu einem Sieg reichte, war vor allem neben der geschlossenen Mannschaftsleistung auch Stürmer Lukic zu verdanken, der einen ruhenden Ball sensationell verwertete und beim dritten Treffer nochmals seine Klasse unter Beweis stellte.

Man kann nur hoffen, dass dieser Sieg unserem Team Auftrieb verleiht und man in den nächsten beiden Heimspielen erneut anschreiben kann, um nach der Talfahrt endlich wieder Höhensonne zu genießen …


U23 Apetlon-SVW  2:2 (2:2)

Der SVW begann in Apetlon wie aus der Pistole geschossen und konnte früh eine 2:0 Führung erringen, als Iacob sehenswert den Torhüter überhebt und Kögl per Fernschuss trifft. Mit der Verletzung von Zenz und der Umstellung im Spiel – Iacob wurde in die Innenverteidigung zurück beordert – schien aber plötzlich der Faden im Wimpassinger Spiel zu reißen. Die Angriffe des SVW schienen nicht mehr zielgerichtet und der Gegner stellte sich besser auf unser Kurzpassspiel ein.

Dennoch hatte man nicht das Gefühl, dass die Hausherren hier zur Gefahr werden. Die Einschätzung sollte sich aber ändern, da nach einem Freistoss und einer Ecke plötzlich der Gleichstand hergestellt ist.

Im zweiten Spielabschnitt finden beide Mannschaft nur zäh Möglichkeiten vor, der SVW scheint aktiver, doch am Ende ging das Unentschieden wohl in Ordnung, da man gegen die dicht gestaffelte Heimabwehr kein Durchkommen fand …

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